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10.05.2017, Oberhausen

"Kein Kind zurücklassen!" - Entwicklungskonferenz in Oberhausen

Konferenz brachte Akteure der Präventionsarbeit zusammen, die das Netzwerk und Ziele gemeinsam weiterentwickeln.

Am 24. April kamen im Zentrum Altenberg über 60 Teilnehmende zur Oberhausener Präventionskonferenz zusammen. Die Konferenz war Treffpunkt für alle, die aktiv an dem Auf- und Ausbau von kommunalen Präventionsketten in Oberhausen mitwirken möchten, um vorbeugende Angebote und Maßnahmen innerhalb der Stadt sichtbarer und effektiver zu machen. Das gemeinsame Ziel lautet: Kein Kind zurücklassen!

Prävention – das ist in Oberhausen kein neues Stichwort: Seit Beginn der Landesinitiative „Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor“ im Jahr 2012 ist Oberhausen als eine von 18 Modellkommunen dabei. Inzwischen wurde das Modellvorhaben in die Fläche getragen, seit diesem Jahr sind 22 neue Kommunen in NRW Teil der Landesinitiative geworden.

In Oberhausen ging man nun den nächsten Schritt: Die verschiedenen Akteure präventiver Angebote und Maßnahmen aus Oberhausen wurden auf einer Entwicklungskonferenz zusammen gebracht, um vorhandene Ansätze weiterzuentwickeln und eine kommunale Gesamtstrategie zur Prävention auf den Weg zu bringen.

"Ressortgrenzen überwinden, die eigene Perspektive reflektieren"
Eröffnet wurde die Oberhausener Präventionskonferenz von Oberbürgermeister Daniel Schranz, der sich erfreut zeigte über die rege Teilnahme und das große Interesse an diesem wichtigen Thema „Prävention“. Um tatsächlich wirksam zu werden, bedürfe die Präventionsarbeit nicht nur der Unterstützung der kommunalen Spitze, sondern auch einer breiten Beteiligung von Fachkräften an der „Basis“. Oberbürgermeister Daniel Schranz: „Ich bin daher zuversichtlich, dass das Oberhausener Präventionsnetzwerk auf einem guten Weg ist und wünsche den Teilnehmenden einen konstruktiven Workshop sowie den Mut und die Offenheit, Ressortgrenzen zu überwinden, die eigene Perspektive zu reflektieren und das persönliche Netzwerk zu erweitern.“

"Wo stehen wir aktuell? Wo wollen wir hin?"
 Darum ging es bei diesem ganztägigen Workshop, an dem Fachkräfte aus den Bereichen Betreuung, Bildung, Erziehung, Gesundheit, Kultur, Wirtschaft, Stadtentwicklung, Soziales, Sport und Mobilität teilnahmen.

Um dem gemeinsamen Ziel näher zu kommen, ein wirksames und transparentes Netzwerk zur Prävention in Oberhausen zu bilden, ging es im Verlauf des Workshops in mehreren Arbeitsphasen in Kleingruppen darum, die eigenen Themen zu benennen, einen kritischen Blick auf die bisherige Arbeit zu werfen sowie eine Zukunftsvision zu entwickeln, die dann in konkrete Arbeitsschritte münden soll.

 "Transparenz innerhalb der Präventionsketten ist das A und O."
„Wichtig ist, dass die einzelnen Maßnahmen [zur Prävention] bekannt sind“ erläuterte Britta Costecki, Leiterin des Büros für Chancengleichheit und Familie. Akteure sowie Außenstehende bräuchten eine Übersicht über Angebote und Maßnahmen.

In einem Expertengespräch zu den Erfolgsfaktoren kommunaler Prävention attestierte Dr. Heinz-Jürgen Stolz von der Landeskoordinierungsstelle „Kein Kind zurücklassen! Für ganz Nordrhein-Westfalen“ Oberhausen bereits eine gute Basis zur Präventionsarbeit. In der neuen Projektphase sei es nun von größerer Bedeutung, die Nachhaltigkeit zu sichern. Ziel des Workshops sei es daher, bisherige Prozesse der Zusammenarbeit und Angebotsentwicklung zu prüfen und im Sinne der Qualitätsentwicklung in optimierte Strukturen zu überführen, um gemeinsame strategische Ziele erreichen zu können.

 "Anpack-Themen" finden in der Arbeitsphase
Für die Praktiker vor Ort ging es dann am Nachmittag in der zweiten Arbeitsphase vor allem darum „Anpack-Themen“ zu finden, anhand derer eine Umsetzung wichtiger Themen in konkrete Arbeitsschritte erfolgen kann. So beschäftigten sich die AGs mit konkreten Zielen und Rahmenbedingungen zu Weiterentwicklung der Präventionsarbeit.

Fazit: "Das Netzwerk zur Prävention geht gestärkt aus dieser Konferenz hervor"
Am Ende des Tages zog Elke Münich, Dezernentin für Familie, Bildung und Soziales eine positive Bilanz: „Das Netzwerk zur Prävention geht gestärkt aus dieser Konferenz hervor.“ In Zukunft werde weiterhin an einer erhöhten Transparenz, Sichtbarkeit und ressortübergreifenden Planung der Angebote gearbeitet, die Grundsteine seien gelegt und viele Partner fühlen sich nun stärker als Teil eines Netzwerkes auf dem Weg zum gemeinsamen Ziel: Kein Kind zurücklassen in Oberhausen!