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29.05.2017, Duisburg

4. Frühjahrsakademie: "Präventionsketten partnerschaftlich gestalten"

Kooperationsveranstaltung des LVR-Förderprogramms "Teilhabe ermöglichen – Kommunale Netzwerke gegen Kinderarmut" und der Landesinitiative "Kein Kind zurrücklassen! Für ganz Nordrhein-Westfalen" am 11. und 12. Mai in Duisburg mit dem Ziel, Kommunale Präventionsketten mit Freien Trägern und zivilgesellschaftlichen Akteuren partnerschaftlich zu gestalten.

"Allen Kindern und Jugendlichen sollen die Angebote der Jugendhilfe zuteilwerden" betont Thomas Krützberg, Dezernent für Familie, Bildung und Kultur der Stadt Duisburg, bei der Eröffnung der 4. Frühjahrsakademie. Daran arbeitet Duisburg seit 2012 als eine von 18 Modellkommunen mit Unterstützung der Landesinitiative "Kein Kind zurücklassen!"(KEKIZ). Vertreterinnen und Vertreter der inzwischen 40 KEKIZ-Kommunen sowie der 39 Kommunen, die am LVR-Förderprogramm "Teilhabe ermöglichen - Kommunale Netzwerke gegen Kinderarmut" teilnehmen, erschienen zahlreich zur diesjährigen Frühjahrsakademie - einer Kooperationsveranstaltung beider Programme.

Zwei Tage, über 90 Teilnehmende aus 46 NRW-Kommunen, 15 Arbeits- und Praxisforen, 9 Inputs von Kommunen, 2 Vorträge
Das war die Frühjahrsakademie 2017 in Zahlen. Nicht nur in diesem Sinne konnte eine positive Bilanz gezogen werden: Die Atmosphäre vor Ort war geprägt von positiver Stimmung, großer Motivation und Kommunikationsfreude. "Anpacken", etwas bewegen, sich weiter vernetzen und kollegialen Informationsaustausch pflegen. Dafür bot die Frühjahrsakademie den passenden Rahmen, versteht sie sich doch als Forum für den Erfahrungsaustausch zwischen den Kommunen.

Gemeinsam mit Partnern aus Zivilgesellschaft und Freier Wohlfahrtspflege Präventionsketten stärken
Das (Lern-)Netzwerk sowie die einladenden Kooperationspartner, die LVR-Koordinationsstelle Kinderarmut und die Landeskoordinierungsstelle "Kein Kind zurücklassen! Für ganz Nordrhein-Westfalen" sowie die Freie Wohlfahrtspflege rücken näher zusammen. Das sei schließlich das Ziel der Veranstaltung, wie Alexander Mavroudis von der LVR-Koordinationsstelle Kinderarmut erläuterte: "Die erfolgreiche Kooperation der beiden Programme, die an einem Strang ziehen, um die Kommunen bestmöglich zu unterstützen" sei Sinnbild für das Gelingen von Präventionsarbeit. Gemeinsam mit Partnern aus Zivilgesellschaft und Freier Wohlfahrtspflege könne man die Folgen von Kinderarmut kommunal bekämpfen und die Präventionsketten nachhaltig stärken.

Im Anschluss erläuterte Dr. Johannes Schütte von der Landeskoordinierungsstelle „Kein Kind zurücklassen!“ weshalb „die partnerschaftliche Beteiligung der Freien Träger und der Zivilgesellschaft beim Aufbau von Präventionsketten unerlässlich ist“. Zum einen sei es die große Anzahl und Vielfalt der Träger, die flächendeckend im Land arbeiten, die sie als Partner wichtig mache. Zum anderen könne das vorhandene Wissen der Fachkräfte über Zielgruppen und Adressaten genutzt werden, um passgenaue Angebote zu gestalten. Nicht zuletzt gebe auch nach dem „Subsidiaritätsprinzip“ sogar die Verpflichtung für Kommunen, den Freien Trägern passende Rahmenbedingungen zu schaffen.

Daran knüpfte Martin Debener, Referent der Freien Wohlfahrtspflege, direkt an und gab einen Überblick der Trägerlandschaft in NRW sowie einen Einblick in deren Arbeitsweise und Anbindung an die Kommunen. Dass die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Wohlfahrtsverbänden und Kommunen kein Selbstläufer ist, war das Fazit der anschließenden Fishbowl-Diskussion. „Kooperationskulturen müssen wachsen - dazu gehören der Aufbau von Vertrauen und die Verständigung auf gemeinsame Ziele“ so Alexander Mavroudis. Man verfolge „gemeinsame Interessen und stehe nicht auf verschiedenen Seiten“ so das Schlussplädoyer von Martin Debener.

Modelle für die (Qualitäts-)Entwicklung von Präventionsketten - in Theorie & Praxis
Der anschließende Input zu den Praxisforen am Nachmittag befasste sich mit den Modellen für die Entwicklung von Präventionsketten, die den Kommunen als Orientierung dienten, jedoch keine „Blaupause“ seien. Zum einen wurde der von KEKIZ entwickelte „Qualitätsrahmen“ vorgestellt, zum anderen der Initiates file download„Strategiezyklus Netzwerkarbeit“ des LVR-Programms. Die Praxisforen waren inhaltlich an die Handlungsfelder der vorgestellten Modelle angelehnt, sodass die Teilnehmenden ihre Fragestellungen nun konkret bearbeiten konnten.

Kultureller Abschluss - Integratives Musicalprojekt
Zum Abschluss des Tages gab es einen kulturellen Höhepunkt: Jugendliche des integrativen Musicalprojekts (music4everybody! e.V.) aus Frechen gaben in einer multimedialen Live-Performance Einblick in ihre Arbeit. Die jungen Performer wurden für ihre eindrucksvolle Darbietung vom Publikum mit begeistertem Beifall belohnt.