Login

Benutzeranmeldung

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Grußwort von Hannelore Kraft

Wer die bestmöglichen Lebenschancen für alle Bürge­rinnen und Bürger schaffen will, gleich welchen Alters, gleich welcher Herkunft, gleich welcher sozialen Zu­gehörigkeit, muss neue Wege gehen. Deshalb setzen wir in Nordrhein-Westfalen seit 2010 in allen Bereichen der Landespolitik eine breit angelegte Politik der Vor­beugung um. Dieses Gestaltungsprinzip gilt nicht nur in der Bildungs- und Sozialpolitik, sondern ebenso in der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik, im Gesundheitsbereich und im Städtebau, bei Polizei und Justiz. Für diese Politik der Vorbeugung steht in besonderem Maße "Kein Kind zurücklassen!". Wir wollen, dass alle Kinder in unserem Land unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und vom Geldbeutel ihrer Eltern die gleichen Chancen haben auf gelingendes Auf­wachsen, auf die bestmögliche Bildung und auf gesellschaftliche Teilhabe.

Praktisch heißt das: Wir müssen frühzeitig handeln - viel früher als bisher! - und nicht erst dann, wenn das Kind sprichwörtlich in den Brunnen gefallen ist und hohe soziale Reparaturkosten entstanden sind. Das Modellvorhaben "Kein Kind zurücklassen! Kommunen in NRW beugen vor" hat bewiesen: Vorbeugung funktioniert, sie wirkt und lohnt sich. Während der Modellphase haben 18 Kommunen gezeigt, wie vorbeugende Politik in den kommunalen Alltag übersetzt werden kann. Durch sogenannte Präventionsketten werden alle relevanten Akteure aus Jugendhilfe, Schule, Jobcenter, Sport, Gesundheit und weiteren Be­reichen sowie ihre Angebote vor Ort miteinander vernetzt, um Kinder und Familien zu begleiten, zu fördern und dort, wo das nötig ist, zu unterstützen. Eine lücken­lose Politik der Vorbeugung und Begleitung orientiert sich also nicht an starren Zuständigkeiten, sondern am Lebensweg des Kindes. Sie beginnt schon in der Zeit der Schwangerschaft und reicht bis zum erfolgreichen Berufseinstieg. Und sie ist nicht nur gut für Kinder, sondern zugleich notwendig, um den wachsenden Fach­kräftebedarf zu sichern und damit die Wirtschaft unseres Landes zukunftsfester zu machen.

Die Erfolge von "Kein Kind zurücklassen!" wollen wir nun Schritt für Schritt im gesamten Land wiederholen, indem wir gemeinsam mit weiteren Städten und Kreisen eine vorbeugende Politik für Kinder und junge Menschen umsetzen. So kommen wir unserem Ziel ein großes Stück näher: dass kein Kind mehr zurück­gelassen wird.

 

 

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen